Madrid Reiseführer |
 
 

 

 
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Von der Calle de Alcalá bis zu den Jardines del Buen Retiro
Madrid - Rundgänge durch die Stadt

 
 
 

Im Umkreis der Königlichen Akademie der Schönen Künste, der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando (45), die am Anfang der Calle de Alcalá angesiedelt ist, steht der Besucher im Brennpunkt einer der monumentalsten Zentren der Stadt mit grandiosen und artistischen Gebäuden, die Banken und bedeutende Unternehmen beherbergen. Die 1744 gegründete Akademie wurde 1773 an ihrem heutigen Sitz, einem alten von Churriguera entworfenen Palast, eingerichtet. In dem besonders kostbaren Fundus ihrer Pinakothek erstaunen Gemälde von Goya sowie eine enorm wertvolle Sammlung von über 15.000 Zeichnungen, die von Rafael - über Rubens, Tiépolo, Velázquez und Rodin – bis Picasso reichen. Wandert man die Calle Alcalá abwärts, ragt auf der linken Straßenseite die Barockkirche Iglesia de las Calatravas (46) auf. Sie entstammt dem 17. Jh. und man sollte ihre schöne Kuppel und den Hauptalteraufsatz, ein postumes Werk von Churriguera, nicht versäumen. Am Ende dieses Straßenabschnitts und sozusagen als Sinnbild des ganzen Umfeldes trennt das Gebäude Metrópolis, das zwischen 1905 und 1911 für die Versicherungsgesellschaft La Unión y el Fénix errichtet wurde, die Calle Alcalá von der Gran Vía. Genau an dieser Nahtstelle befinden sich die Iglesia de San José (47), das Kultusministerium Ministerio de Educación und das Gebäude des Círculo de Bellas Artes (48). Dieser Zirkel der Schönen Künste wurde von Antonio Palacios erbaut und gilt als höchster Ausdruck der Madrider "art déco". Vasallo krönte den Bau mit einem spektakulären Turm und der auffälligen Statue der griechischen Göttin Palas Athene.

 
Die Plaza de Cibeles, das symbolische Zentrum der Stadt, ist umgürtet von bemerkenswerten Gebäuden, darunter das Cuartel General del Ejército (49), das in dem 1769 entstandenen Palast Buenavista angesiedelte Hauptquartier des Heeres; ferner die Banco de España (50), Hauptsitz der spanischen Staatsbank. Der Bau entspricht den Kriterien der Neurenaissance des 19. Jahrhunderts. Zu erwähnen sind der Palacio de las Comunicaciones (51), das Hauptpostamt von Otamendi und Palacios aus dem beginnenden 20. Jahrhundert, und der alte Palacio de Linares, ein gegen Ende des 19. Jh. geschaffenes neubarockes Bauwerk, das heute das Amerika- Haus Casa de América (52) aufnimmt; und schließlich die emblematische Fuente de Cibeles (53), von Ventura Rodríguez entworfen und von Roberto Michel und Francsico Gutiérrez gebaut. Der Cibeles-Brunnen repräsentiert die Erdgottheit Kybele, die phrygische “Große Erdmutter”, Spenderin von Leben und Fruchtbarkeit, auf ihrem Löwenwagen.
 

Zur Plaza de Cibeles hin orientiert, ragt die erhabene Puerta de Alcalá (54) auf, ein Bauwerk von Francisco Sabatini aus dem Jahr 1778, das an Karl III. den "besten Bürgermeister von Madrid" erinnert - eine Wegstrecke, die im Lichterschein der Nacht das Grandiose einer magischen Bühnenmalerei ausstrahlt. Der Spaziergang geht weiter durch die Calle de Alfonso XII, wo man die herrliche Parkanlage Jardines del Retiro entlang schlendert. Als Referenz dient hierbei der Casón del Buen Retiro (55), bevor man diese königlichen, von Philipp IV. geschaffenen Gärten betritt. Der Palacio de Cristal (56), ein Gewächshaus aus Eisen und Glas, der Pavillon Palacio de Velázquez (57), die Jardines de Cecilio Rodríguez, der künstliche See - beherrscht von der stolzen tatue Alfons' XII. - oder jeder beliebige Spazierweg, wo überall Vögel und Eichhörnchen unverhofft auftauchen, entheben den Besucher dem lärmenden Tumult der Großstadt und versetzen ihn in eine erholsame oasenhafte Idylle, eine echte ‘grüne’ Lunge inmitten der städtischen Anatomie.

 

Retiro Park

 
 
 
 
   
 
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