Madrid Reiseführer |
 
 

 

 
  Spanien Urlaub

Die Kunstallee und die Carrera de San Jerónimo
Madrid - Rundgänge durch die Stadt

 
 
 

Das Museo Thyssen-Bornemisza (33), Ausgangspunkt für einen ausgedehnten Erkundungsweg durch die Welt der bildenden Künste, vereint in seinen drei Stockwerken eine ausgesucht wertvolle Pinakothek mit einem festen Bestand, der zudem noch erweitert wird durch den intensiven Austausch mit den wichtigsten Museen weltweit in Form von Wechselausstellungen. Unter Beibehaltung der klassizistischen Fassade des alten Palacio de Villahermosa gestaltete der Architekt Rafael Moneo 1992 das Gebäude in ein modernes Museum um. Es beinhaltet eine der bedeutendsten Privatkunstsammlungen der Welt mit über 800 Gemälden, Skulpturen, Gobelins und Kunstobjekten, die die Geschichte der Kunst vom 13. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts illustrieren. In geringer Entfernung der Thyssen-Gemäldegalerie befindet sich der Parlamentssitz Congreso de los Diputados (34), ein Bau aus dem 19. Jh. von Narciso Pascual y Colomer mit deutlichen Merkmalen der Renaissance. Über die Plaza de las Cortes vor dem spanischen Parlament und die Calle del Prado aufwärts gelangt man nun zum eindrucksvollen Ateneo de Madrid (35) - ständiger Schauplatz kultureller Veranstaltungen und Besitzer einer hervorragenden Bibliothek und Porträtgalerie. Nicht weit entfernt, über die Calle León und die Calle de Cervantes absteigend, erhebt sich an der Hausnummer 11 die Casa Museo de Lope de Vega (36), einstige Wohnung und Gedächtnismuseum des führenden Literaten des Goldenen Zeitalters. In seiner Nähe stehen Kirche und Kloster Iglesia y Convento de las Trinitarias (37) aus dem 17. Jahrhundert, wo Cervantes begraben liegt.

Die Kunstwanderung wird nun fortgesetzt über die Plaza de Jesús und die Calle de Duque de Medinaceli. Hier ist die Iglesia de Jesús de Medinaceli (38) zu bewundern, die auf lange Tradition zurückblickt und unter den Madrilenen große Devotion hervorruft. Dem Parlament gegenüber steht das Hotel Palace, ein Bau aus dem frühen 20. Jahrhundert. Dank seiner Livree tragenden Portiers hält es den ‘Glamour’ der großen europäischen Hotels aufrecht. Der Rundgang wendet sich zurück zur Plaza de Cánovas del Castillo, beherrscht von einer schönen Brunnenanlage, der Fuente del Dios Neptuno (39). In ihrer Mitte steht Neptun hochaufgerichtet auf seiner zweispännigen Meereskutsche. Die nicht weit entfernte Plaza de la Lealtad ehrt das Denkmal der Gefallenen, flankiert vom klassizistischen Gebäude der Börse und dem eleganten Hotel Ritz aus dem Jahr 1910. In nächster Umgebung erblickt man die Real Academia Española (40) – eine Institution, der die Pflege der Sprachkultur sowie die Reinerhaltung der Sprache obliegt - und die wunderschöne Iglesia de San Jerónimo el Real (41), häufig Schauplatz wichtiger Ereignisse in der Lebensgeschichte der spanischen Bourbonen- Monarchie.

 
Als Erbin der königlichen Kunstsammlungen sucht die seit 1818 dem Publikum zugängliche Pinakothek Museo del Prado (42) weltweit ihresgleichen. Juan de Villanueva entwarf 1785 diesen klassizistischen Bau, der eigentlich als ‘Naturwissenschaftliches Museum’ vorgesehen war. Die Kunstwerke des Prado, der sich inzwischen bis zum Kirchenbereich Los Jerónimos hinstreckt, um seinen enormen Fundus ausstellen zu können, birgt die besten Werke von Goya, Velázquez, Murillo, Ribera und Zurbarán. Darüberhinaus ist hier die europäische Malerei mit Werken flämischer und italienischer Meister einzigartig vertreten - ein Vermächtnis aus der Zeit des spanischen Imperialismus in Europa. Drei Malerstatuen – Goya, Velázquez und Murillo – bewachen die drei Haupteingangstüren zum Museum.
 

An der Plaza de Murillo überrascht der romantisch anmutende Jardín Botánico (43), der wohl ursprünglich als Ergänzung zum geplanten Museo de Ciencias Naturales gedacht war. Der Botanische Garten beinhaltet eine hochinteressante Pflanzenvielfalt. An seiner Seite ist die Cuesta de Moyano mit ihrem An- und Verkauf alter Bücher zur Tradition geworden.

Krönender Abschluss dieses Spaziergangs entlang der ‘Kunstallee’ ist das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía (44), mit Blick auf die Glorieta de Carlos V und Eingang von der Calle de Santa Isabel her. Seine hervorragende Sammlung veranschaulicht die Kunst des 20./21. Jahrhunderts und beherbergt zahlreiche Wechselausstellungen. Das Kunstzentrum ist im ehemaligen Stadtkrankenhaus untergebracht und verbindet die avantgardistische Note seiner auffallenden Aufzugsanlagen mit der Atmosphäre des alten klassizistischen Baus: ein Spiegel der Madrider Modernität. Höhepunkt und eines der meistbestaunten Werke ist jedenfalls Picassos universaler ‘Guernica’ (Darstellung des spanischen Bürgerkrieges).

 

Prado Museum

 
 
 
 
   
 
Spanien Urlaub

   Spanien Urlaub & All Inclusive Pausen nach Spanien  |   Contact  |